Stauentwicklung auf Schweizer Strassen

Die Anzahl der Staustunden stieg auch 2015 wiederum an. Aktuell stauen sich die Fahrzeuge während rund 22'800 Stunden. Dabei sind über 87% auf Verkehrsüberbelastungen zurückzuführen.

Ein Grossteil des Nationalstrassennetzes ist in den 70er und 80er Jahre gebaut worden. Diese Infrastruktur wird stark beansprucht. Seit 1990 hat sich die Fahrleistung auf den Autobahnen verdoppelt. Auf den Autobahnen werden heute rund 43% des gesamten Motorfahrzeugverkehrs abgewickelt. Beim schweren Güterverkehr sind es 65%. 2013 sind auf den Nationalstrassen 26,386 Milliarden Kilometer zurückgelegt worden. Das sind 1,7% mehr als 2012. Die Staustunden nahmen um 3,4% auf 20'596 Stunden zu, vor allem wegen Verkehrsüberlastungen.

Wie zu erwarten war, haben die Stauzeiten im letzten Jahr erneut zugenommen. Mit einem Anstieg von 6% gegenüber 2014 wurden 2015 insgesamt 22‘828 Staustunden verzeichnet – ein Rekordwert, der voraussichtlich auch 2016 wieder übertroffen werden wird. Dabei ist anzumerken, dass 2015 ganze 19‘968 Staustunden auf Verkehrsüberlastungen zurückzuführen sind.

Die eingeschränkte Verfügbarkeit der Strassenkapazität führt gerade in den Agglomerationen zu grossen Herausforderungen in der Zustellung von Gütern.